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Ersticken am Schweigen

Ersticken am Schweigen

Wenn alles, was ich will, ist gehört zu werden,
warum bringe ich trotzdem keinen Laut über meine Lippen?
Warum muss man mich darum bitten,darum bitten, zu sprechen?

Ich fühle mich,als müsste ich erbrechen,
an all den Worten, die in mir stecken,
Worte, die ich schreien will, raus ins Licht,doch an denen meine Stimme zerbricht.

Mein Kopf voll von ungelebten Sätzen,
so voll, dass er fast zerplatzt.
Angst, an den Gedanken und Worten zu ersticken,
Angst, dass das Schweigen mich vollständig erfasst.

Doch was wenn ich die Möglichkeit verpasst?
Verpasst zu sprechen,
aus Angst, an meinen eigenen Worten zu zerbrechen, 
verpasst zu schreien
und stattdessen innerlich zu weinen.

Ich will laut sein,
ich will weinen,
ich will denken,
nicht nur meinen.

Ich will da sein,
ich will frei sein,
frei von dem Zweifel,der mich klein hält,
mich einengt,
mir die Stille aufzwingt.

Ich will die Wahrheit sagen,
so gern will ich es wagen.
Doch wie sollte jemand wie ich etwas sagen?
Kann ich diese Last noch weiter tragen?