Küsse heilen nicht
Du hättest mich lassen können,nicht friedlich, nicht glücklich,aber ruhig genug, um dich nicht zu verlieren.
Ich hatte dich in mir vergraben, wie etwas, das zu groß ist, um gelebt zu werden und zu gefährlich, um es ans Licht zu lassen.
Meine Gefühle waren still geworden, nicht verschwunden, nur gebunden, eng an die Angst, dich sonst ganz zu verlieren.
Und dann,deine Nähe,nicht vorsichtig, nicht fragend, sondern warm, selbstverständlich, fast sorglos,als wäre mein Innerstes kein Ort,den man zum Einsturz bringen kann.
Deine Hände fanden meine, als hätten sie nie woanders hingehört.Und irgendwo zwischen unseren Fingernhörte ich etwas atmen, das ich längst begraben hatte.
Ich hätte stärker sein müssen.Aber wie widerspricht maneiner Berührung, die sich anfühlt wie Wahrheit?
Diese Nächte,sie haben sich nicht ereignet,sie haben sich eingebrannt.
Draußen das leise Aneinanderhalten,als würde die Welt uns übersehenund drinnen dieses Ineinander,dein Atem an meinem Hals,deine Lippen, die mich nicht nur küssten,sondern markierten,nicht wie Besitz,sondern wie Bedeutung.
Ich habe dich darin erkannt,nicht als Idee, sondern als etwas,das in mir einrastet,tiefer als jeder Gedanke.
Es war nicht laut,nicht stürmisch.Es war dieses seltene,ruhige Einverständniszweier Seelen, die für einen Momenteins wurden.
Und während ich fiel, ohne Widerstand, ohne Zweifel, warst du vielleichtnur auf der Suche nach einem alten Gefühl,nach etwas, das einmal in dir für mich brannte und noch nicht ganz erloschen war.
Vielleicht war ich nicht dein Jetzt,sondern dein Gestern,das du noch einmal berühren wolltest,bevor du es gehen lässt.
Vielleicht war ich nur ein Ort für dich, um ein altes Funken einer Flamme nun vollständig zu löschen. Doch für mich war das mehr, eine Flamme, es war ein ganzer Brand.
Wie kann derselbe Kusszwei so verschiedene Wahrheiten tragen?
Ich habe ihn aufgenommenwie ein Versprechen,wie etwas, das bleibt.Und du hast ihn gegebenwie ein Echo, das nichts halten muss.
Jetzt liegt dieses Wissen in mir, wie kaltes Licht.Klar, unausweichlich und doch nicht begreifbar.
Du sprichst von Freiheit und deine Worte sind leicht, fast schwerelos,während in mir jede deiner BerührungenWurzeln geschlagen hat.
Du willst dich verlierenin Körpern ohne Geschichte,in Nächten ohne Gewicht,in Nähe, die nichts fordert außer sich selbst.
Und ich verliere mich in dem Gedanken daran, dass das, was mich erwärmen hat, für nur etwas war,was kalt blieb.
Denn bei dir ist alles in mir still geworden.Nicht gelöst, aber erlöst von Bedeutung.
Diese Liebe hatte eigentlich keine Zähne mehr.Und jetzt beißt sie wieder, tiefer als zuvor,als hätte sie gewartet, dass ich einmal unvorsichtig bin.
Es ist kein einfacher Schmerz.Es ist ein langsames Aufbrechen,ein Riss, der sich nicht entscheiden kann,ob er heilen oder weiterreißen will.
Denn ich fühle noch für dich, aber dieses Gefühl hat einen bitteren Rand bekommen,etwas fremdes, außerhalb meiner Sichtweite, außerhalb meiner Reichweite.
Wenn ich daran denke,dass deine Nähe nichts bedeutet,während ich sie auf ein Podest stellte...
Es ist kein Hass.Es ist etwas Schwereres,ein Widerstand der Seelegegen das, was sie nicht ertragen kann.
Und trotzdem kehrt alles in mirimmer wieder zu dir zurück, ich sehne mich zu dir, wie ein Vogel, was aus seinem Nest gestoßen wurde.
Sag mir warum hast du mich berührt,wenn du mich nicht halten wolltest?
Warum hast du die Stille gebrochen, ich hatte die Sehnsucht nach dir unterdrückt, verschlossen?
Warum dieses „vielleicht“,das in mir wächst wie Hoffnung,obwohl du weißt, dass sie nur täuscht?
Ich hätte dich weitergeliebt in der Stille.Es hätte nicht so weh getan.Ich hätte dich behalten können,ohne mich zu verlieren.
Doch jetzt bist du in mirnicht mehr nur Sehnsucht,sondern Erinnerung, nicht mehr nur Möglichkeit, sondern Schmerz.
Jetzt ist die Stille gebrochen, der Kuss den du mir gabst ist jetzt eine offene Wunde, welche blutet, jedes mal wenn ich an diese Nacht denke, an unsere Nacht.
Und diese Wunde brennt, jede Nacht ein bisschen stärker.Ich weiß du bist nicht meins und die Hoffnung, die du mir gabst ist leer.
Und trotzdem warte ich, sehnsüchtig,darauf dass du zurückkommst und diese Wunde heilen lässt, bevor sie zur Narbe wird.
Doch sie wird brennen und brennen, nicht als Trost, sondern als Beweis, dass ich mir das alles nicht erträumt habe.
Als Beweis, dass das echt war.Dass wir echt waren.
Küsse heilen nicht
Du hättest mich lassen können,nicht friedlich, nicht glücklich,aber ruhig genug, um dich nicht zu verlieren.
Ich hatte dich in mir vergraben, wie etwas, das zu groß ist, um gelebt zu werden und zu gefährlich, um es ans Licht zu lassen.
Meine Gefühle waren still geworden, nicht verschwunden, nur gebunden, eng an die Angst, dich sonst ganz zu verlieren.
Und dann,deine Nähe,nicht vorsichtig, nicht fragend, sondern warm, selbstverständlich, fast sorglos,als wäre mein Innerstes kein Ort,den man zum Einsturz bringen kann.
Deine Hände fanden meine, als hätten sie nie woanders hingehört.Und irgendwo zwischen unseren Fingernhörte ich etwas atmen, das ich längst begraben hatte.
Ich hätte stärker sein müssen.Aber wie widerspricht maneiner Berührung, die sich anfühlt wie Wahrheit?
Diese Nächte,sie haben sich nicht ereignet,sie haben sich eingebrannt.
Draußen das leise Aneinanderhalten,als würde die Welt uns übersehenund drinnen dieses Ineinander,dein Atem an meinem Hals,deine Lippen, die mich nicht nur küssten,sondern markierten,nicht wie Besitz,sondern wie Bedeutung.
Ich habe dich darin erkannt,nicht als Idee, sondern als etwas,das in mir einrastet,tiefer als jeder Gedanke.
Es war nicht laut,nicht stürmisch.Es war dieses seltene,ruhige Einverständniszweier Seelen, die für einen Momenteins wurden.
Und während ich fiel, ohne Widerstand, ohne Zweifel, warst du vielleichtnur auf der Suche nach einem alten Gefühl,nach etwas, das einmal in dir für mich brannte und noch nicht ganz erloschen war.
Vielleicht war ich nicht dein Jetzt,sondern dein Gestern,das du noch einmal berühren wolltest,bevor du es gehen lässt.
Vielleicht war ich nur ein Ort für dich, um ein altes Funken einer Flamme nun vollständig zu löschen. Doch für mich war das mehr, eine Flamme, es war ein ganzer Brand.
Wie kann derselbe Kusszwei so verschiedene Wahrheiten tragen?
Ich habe ihn aufgenommenwie ein Versprechen,wie etwas, das bleibt.Und du hast ihn gegebenwie ein Echo, das nichts halten muss.
Jetzt liegt dieses Wissen in mir, wie kaltes Licht.Klar, unausweichlich und doch nicht begreifbar.
Du sprichst von Freiheit und deine Worte sind leicht, fast schwerelos,während in mir jede deiner BerührungenWurzeln geschlagen hat.
Du willst dich verlierenin Körpern ohne Geschichte,in Nächten ohne Gewicht,in Nähe, die nichts fordert außer sich selbst.
Und ich verliere mich in dem Gedanken daran, dass das, was mich erwärmen hat, für nur etwas war,was kalt blieb.
Denn bei dir ist alles in mir still geworden.Nicht gelöst, aber erlöst von Bedeutung.
Diese Liebe hatte eigentlich keine Zähne mehr.Und jetzt beißt sie wieder, tiefer als zuvor,als hätte sie gewartet, dass ich einmal unvorsichtig bin.
Es ist kein einfacher Schmerz.Es ist ein langsames Aufbrechen,ein Riss, der sich nicht entscheiden kann,ob er heilen oder weiterreißen will.
Denn ich fühle noch für dich, aber dieses Gefühl hat einen bitteren Rand bekommen,etwas fremdes, außerhalb meiner Sichtweite, außerhalb meiner Reichweite.
Wenn ich daran denke,dass deine Nähe nichts bedeutet,während ich sie auf ein Podest stellte...
Es ist kein Hass.Es ist etwas Schwereres,ein Widerstand der Seelegegen das, was sie nicht ertragen kann.
Und trotzdem kehrt alles in mirimmer wieder zu dir zurück, ich sehne mich zu dir, wie ein Vogel, was aus seinem Nest gestoßen wurde.
Sag mir warum hast du mich berührt,wenn du mich nicht halten wolltest?
Warum hast du die Stille gebrochen, ich hatte die Sehnsucht nach dir unterdrückt, verschlossen?
Warum dieses „vielleicht“,das in mir wächst wie Hoffnung,obwohl du weißt, dass sie nur täuscht?
Ich hätte dich weitergeliebt in der Stille.Es hätte nicht so weh getan.Ich hätte dich behalten können,ohne mich zu verlieren.
Doch jetzt bist du in mirnicht mehr nur Sehnsucht,sondern Erinnerung, nicht mehr nur Möglichkeit, sondern Schmerz.
Jetzt ist die Stille gebrochen, der Kuss den du mir gabst ist jetzt eine offene Wunde, welche blutet, jedes mal wenn ich an diese Nacht denke, an unsere Nacht.
Und diese Wunde brennt, jede Nacht ein bisschen stärker.Ich weiß du bist nicht meins und die Hoffnung, die du mir gabst ist leer.
Und trotzdem warte ich, sehnsüchtig,darauf dass du zurückkommst und diese Wunde heilen lässt, bevor sie zur Narbe wird.
Doch sie wird brennen und brennen, nicht als Trost, sondern als Beweis, dass ich mir das alles nicht erträumt habe.
Als Beweis, dass das echt war.
Dass wir echt waren.
A